Ein Leben mit Büchern und Gedanken
Andreas
Martin Luther.
1957 in Frankfurt am Main geboren, hatte ich das Glück, im schönen Allgäu aufzuwachsen. Nach dem Abitur bin ich getreu des Mottos von Kurt Tucholsky: Vorne Kudamm – hinten Allgäu für einige Jahre am Hotspot politischer Sozialisation verschwunden. Aber ich habe nicht nur in verrauchten Studentenkneipen mit heißen politischen Diskussionen meine Nächte – ohne Sperrstunde – verbracht, um frühestens um 12:00 in der Nachbarkneipe zu frühstücken, ich habe auch pflichtbewusst, wie es für einen strammen Linken damals selbstverständlich war, an der Freien Universität Berlin studiert und das nicht zu knapp, Philosophie, Theologie, Germanistik, Politikwissenschaft und auch etwas BWL. Nach zwei Forschungssemestern in Tübingen zur Philosophie Ernst Blochs habe ich mein Studium in Berlin mit einer Dissertation über „Celan und die Ästhetische Theorie nach Auschwitz“ 1987 abgeschlossen. Nach einer fünfjährigen Stippvisite bei Siemens war ich über 20 Jahre Unternehmer im Bereich Onlinehandel mit Produkten für Garten & Interior.
Nach diesen Jahren mit 70-Stunden-Wochen habe ich mich aus der Wirtschaft ganz zurückgezogen und arbeite nun seit mehr als zehn Jahren bei einem deutschen Bildungsträger mit ausbildungssuchenden Jugendlichen zwischen 17 und 21 Jahren. Die Arbeit schenkt mir nach wie vor jeden Tag viel Freude und gibt meinem Leben einen anderen Sinn. Ich kann mir kaum vorstellen, diese Arbeit jemals zu beenden!
Neben dieser wunderbaren Arbeit bleibt mir inzwischen genug Ruhe und Muse, meiner Leidenschaft für das Lesen und Schreiben, aber auch für tägliches Kochen, Weintrinken und das Pfeiferauchen nachzugehen und natürlich das Denken beim Spazierengehen mit unserem Hund!

Vom Lesen und Schreiben
Über meine Bücher
Liebe Besucher dieser Website, schön, dass Sie sich die Zeit nehmen, etwas über mich, den Autor des Buchs "Das Prinzip Gott" zu erfahren. Aus Gründen der intellektuellen Redlichkeit möchte ich mit dieser Website keinen falschen Eindruck vermitteln, indem ich Ihnen meine drei fertig gestellten Bücher aus meinem Leben vorstelle. Diese Bücher sind niemals auf dem Markt der etablierten Verlage erschienen.
Wahr ist, dass ich seit nunmehr 50 Jahren Texte verfasse, die nicht nur Literatur über Literatur sind, sondern auch immer von meinen Erfahrungen, Beobachtungen, Analysen des täglichen Lebens gespeist wurden. In diesen 50 Jahren habe ich meine Texte eigentlich immer nur für meine private Schublade und für einige ausgewählte Freunde und Bekannte produziert. Mit einer kleinen Ausnahme: Über zehn Jahre hatte ich eine persönliche Website mit dem Titel "oekoradix.de", vor einigen Jahren habe ich diese Website aus persönlichen Gründen gelöscht und keine neue mehr angefangen.
Dass ich jetzt diese Autorenseite mit knappen Informationen über meine Person neu generiert habe, hängt damit zusammen, dass mich Freunde und Bekannte, denen ich Teile meiner Texte immer wieder mal vorgelesen habe, dazu aufgefordert haben, zumindest für mein letztes und umfangreichstes Buch: "Das Prinzip Gott" einen Verlag zu suchen, damit mehr Menschen an meinen Gedanken teilhaben können.
Dieses Buch ist Ausdruck meines Wunsches gewesen, etwas zu schreiben, was zunächst nur für mich selbst von großer Bedeutung ist. Ich bin zwar politisch kritisch sozialisiert, aber mir geht es schon seit Jahren gegen den Strich, sich immer und immer wieder nur an den negativen Seiten unserer Kulturgeschichte abzuarbeiten. Ich wollte mal gezielt ein Buch schreiben, dass auch mal die positiven, die großen Leistungen der Menschheit zur Sprache bringt. Beispiel: Je älter wir werden, je mehr bedürfen wir eines funktionierenden Gesundheitswesens, aber wir freuen uns nicht darüber, dass wir trotz einer Krankheit, an der wir noch vor 150 Jahren gestorben wären, heute nicht mehr sterben müssen, sondern wir schimpfen - selbst wenn wir dringend der Hilfe von Ärzten und Pflegepersonal bedürfen - immer nur über das marode Gesundheitswesen mit seiner zwei Klassen Medizin und das der Arme sterben muss und der Reiche im luxurösen Einzelbettzimmer umsorgt und umhegt wird. So mag es vielleicht in den USA sein, in Deutschland ist es aber bisher noch nicht so, das erwähnen wir aber nicht!
Niemand - einschließlich mir selbst - würde allen Ernstes behaupten, dass alles wunderbar ist und alle Missstände nur einem falschen "Mindset" entspringen, aber ich möchte trotzdem dafür werben, immer wieder bei ein und dem gleichen Sachproblem so viele verschiedene Perspektiven auszuprobieren, wie sie uns nur möglich sind, damit wir endlich aus dieser suizidalen Abwärtsspirale herauskommen, die sich aus dem ewigen "Schwarz-Weiß-Denken" ergibt.
Ich möchte für einen sachlichen, ergebnisoffenen und freundlichen Diskurs werben, in dem auch verschiedene wissenschaftlich sauber begründete Positionen ihren festen Platz haben. Denken heißt Grenzen überschreiten, vergessen wird dabei, dass man Grenzen erstmal verstehen muss, bevor man sie überschreiten kann.

„Denken heißt Grenzen überschreiten, vergessen wird dabei, dass man Grenzen erstmal verstehen muss, bevor man sie überschreiten kann.“
Das aktuelle Buch · Zwei Bände
Das Prinzip
Gott.
Ein Reiseführer zur
geheimnisvollen Energie
Sieben Gedankenreisen zwischen Kunst, Kultur und den großen Fragen des Lebens.
Wie gewinnen Bilder, Gedichte, Musik und Bauwerke Bedeutung für unser Leben? Das Buch erkundet die schöpferische Gestaltungskraft des Menschen in einer erzählenden Reise durch Natur- und Kulturgeschichte. Historische Orte, Werke und Denkfiguren werden zu Stationen eines persönlichen, auch humorvollen Gesprächs mit den Mitreisenden. Der Energiebegriff bildet den roten Faden. Neben dem naturwissenschaftlichen Begriff stehen philosophische und kulturgeschichtliche Deutungen von Wirksamkeit, Form und Gestaltung. Das „Prinzip Gott“ ist die leitende Denkfigur für Fragen nach Ursprung, Sinn und menschlicher Verantwortung. Der Wechsel zwischen den Perspektiven prägt die Form des Buches.

Texte aus mehreren Jahrzehnten
Von Tagen
& Nächten
35 Texte mit Erinnerung
Dieses Buch versammelt Texte, die mir lieb und teuer sind.
Sie stammen aus mehreren Jahrzehnten vor jener planetarischen Wende der Gesellschaft, die mit dem Erscheinen der Künstlichen Intelligenz begann und die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte bestimmen wird.
„Von Tagen & Nächten“ erschien als Privatdruck und ist inzwischen vergriffen.

Die Dissertation · 1987
„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben ist barbarisch …“
Zur Möglichkeit von Lyrik nach Auschwitz am Beispiel Paul Celans
Vom Rückumschlag
Wären menschliche Vermögen wie Feinfühligkeit und historischer Takt nicht schon in ihrem Entstehen Überbauphänomene und als solche ihrer allgemein Gesellschaft organisierenden Fähigkeit entledigt, ideologischer Schein, der das Falsche von Vergesellschaftung und fortschreitender Produktivkraftentwicklung überblendet, hinter der Fassade bürgerlicher Subjektivität Kälte instauriert, dann hätte Auschwitz weder geschehen, noch seine Tabuisierung im Nachkriegsdeutschland etabliert werden können.
So bleibt die Frage im Raum, wie es geschehen kann, dass ein Mensch abendländisch - humanistischer Provenienz am Tage Henker, des Abends Rilke-Leser sein kann.
So bleibt aber auch die Möglichkeit eines Gedichts im Raum, das eine Flaschenpost sein kann, „aufgegeben in dem - gewiss nicht immer hoffnungsstarken - Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht."
